Meditation: wenn der Geist endlich zur Ruhe kommt

Meditation ist in aller Munde noch wie war meditieren so im Trend, wie heutzutage. Kein Wunder, denn meditieren soll den Geist beruhigen, in die innere Mitte bringen, Konflikte auflösen und sogar bei körperlichen Problemen helfen können. Doch was ist dran am Trend-Thema Meditation? Und wie funktioniert meditieren überhaupt? Kann das jeder? Kann man das lernen? Wir klären auf!

Geschichte der Meditation

Den Ursprung von Meditation sucht man vor rund 5000 Jahren im indischen Raum, bei Yogi und Sadhus. Generell kann man sagen, dass die frühen Meditationsformen in Indien und Asien entstanden sind denn auch Zen Buddhisten praktizieren verschiedene Formen der Meditation. Den Weg in die westliche Welt fand die Meditation erst später 1893 stellten die Gelehrten auf dem Weltparlament der Religionen ihre Lehren vor.

Wie funktioniert Meditation?

Dass Meditation wirkt, konnten bisher oft nur Meditierende glauben. Belastbare Studien gab es nicht. Das ist nun anders, seit rund 5 Jahren gibt es aussagekräftige Studien und damit belastbares Material, das beweist, dass regelmäßiges Meditieren im Gehirn wirkt und der Hirnalterung vorbeugt. Die gute Nachricht: Jeder kann meditieren lernen!Der Schlüssel hierzu liegt im Fokus auf den Atem. Man wird ruhig, fokussiert sich auf seine Atmung und versucht, die Gedanken vorbei ziehen zu lassen und im Moment anzukommen. Das ist am Anfang natürlich nicht ganz so leicht deswegen gibt es verschiedenste Meditations- und Achtsamkeitskurse, -workshops und -übungen. Doch keine Angst: Meditieren lernen muss nicht teuer sein und funktioniert auch wunderbar zu Hause. Für den Einstieg empfehlen wir geführte Meditationen hier hat man eine Stimme, eine Anleitung, an der man sich orientieren kann und die einen immer wieder zurück in den gegenwärtigen Moment holt, wenn man sich in seinen Gedanken verloren hat. Wichtig ist es hier nur, eine Stimme zu finden, die man als angenehm empfindet. Ob Männer- oder Frauenstimme, von der CD, aus Youtube, oder in einem Vor-Ort-Kurs selbst vorgelesen, spielt dabei erstmal keine Rolle. Hat man erstmal etwas Übung, kann man sich auch mit anderen Arten der Meditation auseinander setzen das Angebot ist beinahe grenzenlos. Wir stellen die einzelnen Formen der Meditation kurz vor. Hier gilt: Ausprobieren, erlaubt ist, was gefällt.

MSBR (Mindful based Stress Reduction): Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

MSBR ist eine Art Meditations-Programm, das in weltweit 240 psychosomatischen Kliniken Anwendung findet. Im Kern handelt es sich hierbei um Achtsamkeitsübungen, die man auch zuhause anwenden kann und soll. Traditionell besteht das Programm aus klassischen Sitz-Meditationen, Schweige-Retreats und Body-Scans. Was genau das ist, erklären wir jetzt!

Body Scan Meditation

Der Body Scan hat sich vor allem bei körperlichen Beschwerden, egal ob organischer oder psychosomatischer Natur, bewährt. Hier geht man in die Stille, fokussiert sich zuerst auf seinen Atem und macht anschließend eine Art "Check-in" in den eigenen Körper. Man geht von den Füßen bis zum Kopf die einzelnen Körperteile durch und verweilt bei jedem Körperteil für einige Atemzüge. Hat man akute Probleme in einem bestimmten Bereich, verweilt man hier etwas länger und versucht, den Schmerz über den Atem zu lockern und zu lösen man atmet sozusagen in die Stelle hinein. Body Scan Meditationen gibt es geführt und in Stille hier kann man einfach testen, was einem besser liegt.

Autogenes Training

Etwas anders, aber ebenso populär und wirkungsvoll ist Autogenes Training. Hier wird mit Autosuggestionen gearbeitet. Man verwendet also Glaubenssätze, die man sich immer wieder im Geiste sagt und die am Ende bestenfalls wahr werden und so eine Besserung der Beschwerden oder eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bewirken. Hier gibt es verschiedene Übungen bekannt sind zum Beispiel die Ruhe-Übung, die Konzentration fördern soll, oder die Wärme-Übung, die die Durchblutung anregen soll. Man sagt sich dementsprechend im Geiste vor Ich bin ruhig und konzentriert oder Meine Arme und Beine sind warm.

Sitzmeditation

Die klassische Sitzmeditation ist die Meditationsform, die man vom Hörensagen kennt und die am deutlichsten an spirituelle Szenen, Yogi oder Zen-Mönche erinnert. Hier sitzt man aufrecht, am besten im Schneidersitz (oder im Meditationssitz), auf dem Boden, einem Kissen oder einem Stuhl und richtet den Blick nach innen. Der Fokus wird auf die Atmung gerichtet, Gedanken bestenfalls ausgeblendet. Der Geist kann so zur Ruhe kommen Stress und Beschwerden werden reduziert. Wichtig ist es, dass man ruhig sitzen bleibt und seinen Fokus tatsächlich immer wieder auf den Atem lenkt, nicht auf die Gedanken, die am Anfang unweigerlich zu kreisen beginnen werden. Das sind nur einige wenige Meditations-Formen. Diese und viele andere werden wir nach und nach auf dem Blog vorstellen - also seid gespannt! :-)

Meditieren funktioniert nicht - was mache ich falsch?

Wenn es nicht auf Anhieb klappt und man nicht sofort einen weltbewegenden Unterschied merkt, ist es wichtig, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Meditation braucht wie alles andere auch Übung und etwas Geduld. Testet verschiedene Meditations-Formen aus, versucht die einzelnen Formen auch mehrmals, bis ihr die Meditations-Form findet, die euch am besten liegt und am besten gefällt. Wichtig ist es auch, nicht sofort zu viel zu wollen - keiner erwartet, dass ihr sofort und ohne Übung in 10 Tage Vipassana-Meditation gehen sollt! Fangt mit Sessions von 2-3 Minuten täglich an. Das ist für den Anfang genug! Und wie schon gesagt: Meditiert täglich. Übung und Routine sind hier der Schlüssel. Wer jeden Morgen vor dem Aufstehen und jeden Abend vor dem Einschlafen eine kurze Meditations-Session einlegt, wird sicher schon bald Erfolge sehen. Viel Spaß und gutes Gelingen!